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Alt 16-02-2010, 08:18   #1 (permalink)
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Benutzerbild von andrelehnert
 
Registriert seit: Oct 2007
Ort: Kölle
Beiträge: 1.231
Verkaufsprovision vereinbaren?

Hallo liebes Forum!

Folgendes:
Ich habe einen potentiellen Kunden, der pädagogisches und therapeutisches Spielzeug herstellt. Einige seine Spiele möchte er nun in Flash umgesetzt haben,sowohl als Desktop-Anwendungen auf CD als auch per Download...
Es handelt sich um eine Serie... D.h. ich würde für Teil I das Spielgerüst auf xml-Basis bauen müssen. Die weiteren Teile werden dann per geänderter XML-Datei und den entsprechenden Bilddateien usw. angepasst.
Ich habe ihm jetzt fürs Grundgerüst einen relativ hohen Grundpreis vorgeschlagen. Pro Anpassung soll er dann nur noch einen relativ geringen Betrag "nachlegen".
Nun ist ihm der Grundpreis zu hoch, ich will aber nicht einfach weniger verlangen, sondern habe mir überlegt, eine Art Provision zu verlangen. Das hieße, pro verkaufte Lizenz zahlt er ein gewisse geringe "Abgabe" und der Basispreis wird etwas besser für ihn.
Nun meine Fragen:
Ist so etwas üblich. Hat jemand solch einen Vertrag schon mal geschlossen. Wie könnte sowas ausformuliert aussehen. Habt Ihr gute oder schlechte Erfahrungen damit gemacht?

Vielen Dank für Euer Interesse!

LG ANdré
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Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Aber sie stirbt.
andrelehnert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-02-2010, 21:07   #2 (permalink)
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Benutzerbild von andrelehnert
 
Registriert seit: Oct 2007
Ort: Kölle
Beiträge: 1.231
Ihr Lieben!

Morgen früh hab ich nun das Gespräch mit dem Kunden.
Meine Unsicherheit ist nicht geringer geworden.
Hat vielleicht doch noch jemand einen Gedanken zu meinen Fragen? Schlage mich als Einzelkämpfer durch und hab keine Agentur im Rücken, die mir bei sowas helfen könnte.

Schonmal ein großes Danke für Eure Statements !

LG André
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andrelehnert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-02-2010, 21:36   #3 (permalink)
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Beiträge: 607
Ist der Kunde ehrlich zu dir?

D.h. kann er ehrlich abschätzen wie viele Lizenzen verkauft werden? Die Gefahr besteht nämlich darin, das er seine Verkaufschancen hochlobt und dir deshalb nur einen sehr kleinen Anteil pro verkaufter Lizenz.

Wie erhältst du Einblick über die tatsächlich verkauften Lizenzen?

Hält dein Kunde sich überhaupt so lange über Wasser, das es sich für dich rentiert. Nicht das er morgen insolvent geht und die Einnahmen komplett an einen Verwalter gehen.

Auch hat er dich in der Hand. Du musst immer damit rechnen, dass der Kunde ständig irgendetwas geändert haben will, damit sich "überhaupt etwas verkauft", oder "besser verkauft", oder "an die aktuelle Marktsituation" angepasst ist.
Es kann kommen das du in vielerlei Hinsicht deinem Geld hinterher rennen musst.

Darum würde ich, wenn du wirklich nicht den finanziellen Spielraum hast, dir einen Totalausfall zu leisten oder dich auf rechtliche Streitigkeiten einzulassen, großen Abstand von der Lösung nehmen.

Wenn du ihm etwas entgegen kommen willst, da kannst du dich auf ein paar Raten einlassen und sonst ist es das Problem des Kunden, wenn er nicht den geforderten Betrag zahlen kann. Man sollte sich nicht unter Wert verkaufen.
bizz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-02-2010, 22:07   #4 (permalink)
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Benutzerbild von sonar
 
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Ich schließe mich bizz an: Ich wäre ganz ganz vorsichtig mit sowas. Du trägst zu einem gewissen Teil sein unternehmerisches Risiko mit, wenn du dich darauf einlässt. Das würde ich – wenn überhaupt – nur mit einem guten Bekannten/Freund veranstalten. Und selbst da ist Vorsicht geboten – "beim Geld hört die Freundschaft auf", wie man so schön sagt…
Ich hatte auch schon diverse „Angebote“ in der Art und habe mich nicht darauf eingelassen. Und das, was ich so aus dem Bekanntenkreis höre, bestätigt mich darin: das geht in 2 von 3 Fällen daneben.

Was mir spontan einfällt, bei Lebensversicherungen nennt man das glaub ich „Beitragsrückgewähr“: Wenn du’s dir leisten kannst, also nicht hier und jetzt auf die Kohle aus dem Job angewiesen bist, mach einen Deal (schriftlich) mit deinem Kunden, der ungefähr folgendes besagt: Du verzichtest jetzt auf einen bestimmten Teil deines Honorars, hast aber in einem halben Jahr (oder wann auch immer) mindestens Anspruch auf diese Restzahlung. D.h. du investierst mit in den Laden, und wenn’s gut läuft, bist du am Gewinn beteiligt, kannst den Deal verlängern oder dich auszahlen lassen, und ansonsten ziehst du dein „Kapital“ zurück. Der Kunde muss dir auf jeden Fall nachweisen, wie’s lief/läuft, also Büchereinsicht gewähren.

Nur so als Idee, frag mich nicht, wie man sowas hieb- und stichfest zu Papier bringt und so…
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Achim Bindannmalweg

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sonar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17-02-2010, 23:02   #5 (permalink)
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Beiträge: 1.231
Mensch liebe Leute, ick danke Euch!
Jetzt hab ich doch ein wenig mehr Horizont in meinem Möglichkeitsraum

Werde dann nicht grossartig von meinem ursprünglichen Angebot abweichen. Dann hab ich die Kohle im Sack und nach mir die Sintflut. Lässt er sich nicht drauf ein - auch nach mir die Sintflut.

Es würde ja auch noch ein weiteres Feld der Kontrolle und "Eintreibung" des Geldes aufmachen - da hab ich nicht wirklich Kapazitäten für.

Also nochmal: Danke Jungs! (falls Ihr welche seid)
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andrelehnert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18-02-2010, 08:32   #6 (permalink)
mod_rewrite
 
Benutzerbild von sonar
 
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Wollt ich dir auch noch sagen:
Ich würde auch nach meinem Gefühl gehen, soll heißen: von Sachen, von denen ich gar keine Ahnung habe und die noch zusätzlichen Aufwand bedeuten, die Finger lassen. Sonst verbrennt man sich selbige nämlich ganz fix… aber in die Richtung wird's ja wohl bei dir gehen. Also in die "Finger-davon-lass"-Richtung…
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Achim Bindannmalweg

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sonar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18-02-2010, 15:34   #7 (permalink)
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Noch eine Überlegung: wenn du mit deiner Arbeit inhaltlich an jeder verkauften Einheit beteiligt bist - also vom Inhalt her gesehen - kann auch eine Nutzungs- bzw. Lizenzgebühr Sinn machen. Sprich der Kunde muss darauf angewiesen sein, dass du bei der Stange bleibst, weil er ohne deine laufende Arbeit kein vollständiges Produkt anbieten kann.

Das entspräche dann der Strategie, des erfolgreichsten Software Unternehmers überhaupt: B. Gates. Der hat sich etwa die ersten 10 Jahre von Microsoft meistens abhängig gemacht vom Gerschäftserfolg anderer Firmen (v.a. MITS, Apple und IBM), denen er zu moderaten Lizenzgebühren die nötige Software erstellt hat. Aber er hat haargenau darauf geachtet, dass das Recht an der Software bei hm bleibt und die Kunden lediglich Nutzungslizenzen erhalten. Wie oben erwähnt macht das aber wirtschaftlich mittelfristig nur Sinn, wenn der Kunde an deine Software gebunden und dadurch von dir abhängig ist.

Geändert von kugelfunk (18-02-2010 um 15:38 Uhr)
kugelfunk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22-02-2010, 12:14   #8 (permalink)
ActionStripper
 
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Ort: Oldenburg
Beiträge: 3.275
Wenn du nicht direkt auf das Geld angewiesen bist und einen Ausfall verkraften könntest, ist so ein "deal" immer erstmal eine interessante Überlegung.
Ich habe davon alelrdings inzwischen die Nase voll. Habe auch schon oft solche "Angebote" bekommen und bin bereits einmal kräftig auf die Nase gefallen.
Es ist nunmal unheimlich schwer, das Aufgabenfeld und anfallende Arbeiten sauber zu klären, wenn beide am Gewinn beteiligt sind.

Ich war froh, irgendwann die Reißleine ziehen zu können und bin jetzt extrem vorsichtig mit sowas.
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Design ist AUCH Geschmackssache.
Mr.Twister ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24-02-2010, 09:44   #9 (permalink)
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Registriert seit: Feb 2010
Beiträge: 1
Wenn mit Provision, dann würde ich immer eine Kombination aus Festpreis plus Provision machen. Sprich: ausloten, was der Kunde bezahlen kann und zusätzlich eine Provision vereinbaren. So geht man sicher, dass man nicht umsonst arbeitet.

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Paul ;-) Die Lügen sind wie Schneebälle: je weiter man sie fortwälzt, desto größer werden sie.
P.Jaeger ist offline   Mit Zitat antworten
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