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| | #1 (permalink) |
| T-Noblesse Registriert seit: Jun 2006 Ort: München
Beiträge: 308
| Selbständigkeit und Finanzkrise
Hallo, mich würden eure Meinungen zur Frage interessieren, ob es momentan ratsam ist, sich als Flash-Entwickler selbständig zu machen. Wirtschaftlich wird es 2009 in Deutschland ja nicht allzu rosig aussehen... Danke und Gruß, sobo |
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| | #2 (permalink) |
| Alter User Registriert seit: Jul 2003 Ort: Dortmund
Beiträge: 637
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Hallo, ich glaube nicht, daß diese Krise die Auftragslagen so sehr beeinflussen wird. Allerdings werden die Vorzeichen für die Existenzgründung wohl etwas anders gelegt. Wenn Du einen Kredit brauchst, dürfte das z. B. .. hmmm... etwas schwierig werden. Allerdings war es ja schon seit Jahren so, daß die Banken kaum noch Kleinkredite vergeben haben, weil die den Verwaltungsaufwand nicht rechtfertigten. Ich will gar nicht wissen, wie man heute angeschaut wird, wenn ma 10k Euro Kredit braucht... Aber Selbstständigkeit sollte keine Frage von aktueller Wirtschaftslage sein. Bis Du da der Typ für, wird das eh der einzige Weg, der Dich langfristig "glücklich" macht. Also: Auf in den Kampf!
__________________ Dharokan Geändert von Dharokan (14-10-2008 um 19:49 Uhr) Grund: Doofe Tippfehler! |
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| | #3 (permalink) |
| meistens harmlos Registriert seit: Jun 2001 Ort: Stuttgart
Beiträge: 17.643
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Seh ich auch so. Ich hab mich Ende 2001/Anfang 2002 selbstständig gemacht. Da sah es ja mal ganz übel aus (-> 9/11 und die Folgen wie allgemeine Flaute und die gerade geplatzte New-Economy-Blase). Die ersten zwei Jahre lief es dann dennoch besser als erwartet ... und von vielen warnend vorhergesagt. Ok, ich hatte auch lange darauf hingearbeitet, z.B. schon vorher immer mal was vom damaligen Festgehalt in Soft- und Hardware investiert, Kontakte eingefädelt usw., und hatte nicht so große Erwartungen für den Anfang und mich diesbezüglich finanziell ausgerichtet/zurückgenommen. Nichtsdestotrotz muss man natürlich auch auf Durststrecken eingerichtet sein, also am besten ein Polster haben. Ich denk mal so an 2004 um den Dreh. Da ging z.B. Karstadt/Quelle pleite bzw. wurde verkauft und solche Dinge ... als Erinnerungshint. Die Freelancer hat's meines Wissens recht spät getroffen aber irgendwann merkte der eine oder andere eben doch die Flaute. Solche Phasen kann man aber prima zur Weiterbildung nutzen. Man hat ja dann Zeit. ![]() Wie dem auch sei: Sicher gibt es schwierigere und einfachere Phasen, sich selbstständig zu machen. U.a. je nach den Umständen, die Startvoraussetzungen sind. Dharokan hat einen Punkt ja schon angesprochen - Kredite sind mal schwerer mal einfacher zu bekommen, momentan vermutlich eher schwerer. Wenn du also keinen brauchst für den Start, umso besser. Letztlich liegt der Erfolg m.E. aber weniger an kurzfristigen Bedingungen sondern eher an sowas wie - welches Knowhow bringe ich mit, denn etwas anzubieten, was der Markt auch braucht, ist Grundvoraussetzung. - wie gut bin ich vorbereitet. Nicht zuletzt finanziell. Welche Anlaufzeit kann ich überbrücken, welche Flautenzeiten. Und sind diese Phasen realistisch eingeschätzt. - was für Kontakte habe ich/kann ich aufbauen, was ist "mein Markt" . Einen nette Internetseite aufbauen und dann warten, bis das Telefon läutet, funktioniert eher nicht, egal in welcher Wirtschaftssituation. Aber das weißt du ja eh. - was kann ich auf diesem Markt anbieten und was ist es genau, warum bestimmte/meine Kunden besser mich als andere buchen (sollten). Das kann auch unabhängig vom Fach sein, z.B. bester Service usw. Klar nutzt der bei unterdurchschnittlicher Fachqualität auf Dauer auch nicht viel aber kann schon das eine oder andere bringen. - hab ich einen realisitischen(!) wirtschaftlichen Plan. Hab ich wirklich alles eingerechnet, was ich bedienen muss, also nicht nur die tägliche Butter auf dem Brot und die Miete sondern auch sowas wie Versicherungen, Investitionen, Steuern, ganz wichtig die Altersvorsorge usw. Und trägt der Plan auch noch, wenn mal ein paar Monate nichts kommt oder man mal krank wird etc. Kein Muss aber evtl. hilfreich, vor allem wenn mehr Personen als man selbst daran hängen: Hab ich irgendwelchen Rückhalt im sozialen Umfeld, wenn's mal ganz eng wird. Letztere Überlegung ist übrigens nichts ehrenrühriges. Man muss es ja nicht in Anspruch nehmen, sollte es auch nicht, geschweige denn darauf planen und schon gar nicht sowas einrechnen. Es beruhigt aber ungemein. ![]() - und last but not least die Fragen, die man sich möglichst ganz ehrlich beantworten sollte: Bin ich der Typ, der selbstständig sein kann? Will _ich_ das überhaupt oder ist es eher ein Zwang (oder eine Verlockung) von außen? Kann ich mit dem Risiko leben? Denn schließlich hab ich ja kein soziales Netz mehr. Hab ich die nötige Energie und Disziplin und ergänzend auch die nötige Ruhe und Gelassenheit? Wenn das alles, oder zumindest das meiste, passt und man realistisch plant - warum nicht? An der allgemeinen Wirtschaftslage würd ich es jedenfalls nicht unbedingt festmachen. Denn die ändert sich sowieso immer wieder, egal ob im Gründungsjahr oder ein paar Jahre später ![]() Aber noch eine ganz andere Frage: Seit wann trägst du dich denn mit der Überlegung, dich selbstständig zu machen? Gruß Rena Geändert von rena (14-10-2008 um 22:41 Uhr) |
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| | #4 (permalink) |
| Neuer User Registriert seit: Jul 2003
Beiträge: 1.197
| Page
In der aktuellen PAGE ist ein Artikel über Jobausichten und Verdienst. Da geht es zwar hauptsächlich um Werber und Designer, aber Entwickler werden auch angesprochen. Für Web/Webdesign und Entwickler sieht es wohl ziemlich rosig aus. Ich bin gerade in einer der Top-Kreativagenturen (Namen möchte ich nicht nennen) für digitale Medien in Deutschland. Die haben auch ein relativ großes Entwickler Team und nachdem was ich da mitbekomme: wenn Du gut bist, wird man sich um Dich reißen. Aber es ist definitiv AS3 gefragt. Flex etc. ist auch nicht schlecht. Achja... an selbständigkeit hab ich gerade nicht gedacht. Aber die beschäftigen auch einen Haufen Freelancer.
__________________ EDV = Ende Der Vernunft Geändert von hmpf (18-10-2008 um 17:27 Uhr) |
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| | #5 (permalink) |
| Techniker Registriert seit: Sep 2003 Ort: 64807
Beiträge: 16.326
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es gibt auch leute, die in der finanzkrise, bzw. gerade deswegen, geschäfte machen. als selbstständiger musst du halt auch eine ordenliche portion kauf-/ geschäftsmann sein. gut grafigen und oder gut programmieren alleine langt da nicht. es ist weniger die allgemeine geschäftslage von interesse - wenn, dann willst du ja nicht nur ein jahr lang selbstständig sein wollen, sondern länger - sondern dein persönliches geschäftsumfeld. wieviele leute und firmen kennst du persönlich, um von denen lukrative aufträge zu erhalten, die von einer person umgesetzt werden können? wenn es schon daran hapern sollte, dann kann dir die weltwirtschaftslage ziemlich egal sein. investitionen braucht man praktisch keine. einen computer, die programme und einen internetsanschluss wirst du wohl schon haben. ein büro brauchst du nicht, ein auto auch nicht. es seih denn, du hast kunden in deiner nähe die du persönlich besuchen kannst bzw. die zu dir kommen (dafür eher unwahrscheinlich). ein bisschen eigenkapital - so 3-12 monate umsatz im direkten zugriff - wäre nicht schlecht, um engpässe überbrücken zu können. das geld kommt ziemlich unregelmässig ins haus. da sind mal schnell 5-10000 euro zuviel oder zu wenig auf dem konto. einen steuerberater aufsuchen ist sehr sinnvoll (du musst dann quartalsweisse dem finanzamt berichten und du musst einen jahresabschluss abliefern.). sich mal von einem rechtsanwalt beraten lassen (meines erachtens nicht ganz so notwendig - aber gewiss nicht falsch). wie die renten und welche krankenversicherung du nehmen willst (privat oder gesetzlich - hat alles vor- und nachteile und musst du individuell klären. kommt z.b. darauf an ob du familie hast usw.) tja, wenn dir das alles klar ist, dann ab zur bürgermeisterrei. ein gewerbelappen kostet 5 euro (zumindestens damals bei mir). ich arbeite übrigens seit kurzem wieder als angestellter - war 14 jahre lang selbstständig. in einem team kommt man halt an grössere projekte ran - war einfach zeit, mal wieder was neues zu beginnen ;-)
__________________ die ultimative antwort auf alle programmierfragen: der debugger mfg h.g.seib www.SeibsProgrammLaden.de Geändert von hgseib (18-10-2008 um 19:29 Uhr) |
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| | #6 (permalink) |
| *zackdoing* Registriert seit: Aug 2002 Ort: München
Beiträge: 1.805
| ... das sehen wir dann, wenn es soweit ist. Cool bleiben. Im Augenblick werden _gute_ Leute wirklich händeringend gesucht. Sollte es 2009 dennoch frostiger werden, was ich persönlich nicht glaube, kann das eben grade für Freelancer eine Chance sein: Agenturen verzichten dann lieber auf Neuanstellungen und setzen auf den flexiblen Einsatz von Arbeitskräften. Edit: Ansonsten beinhaltet das Posting von Rena eh die meisten Basisfragen, die man sich vorab stellen sollte – davon gehe ich aber in der Regel aus.
__________________ Achim IstdasWurscht Geändert von _Manuel_ (18-10-2008 um 19:13 Uhr) |
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| | #7 (permalink) |
| Pixeldipaxeldipux Registriert seit: Dec 2002 Ort: Ruhrmetropole Essen
Beiträge: 7.589
| Wenn du es gut kannst, solltest du es als zweites Standbein ausprobieren. Ahrsib ... hat das als Selbstständiger auch.
__________________ Selbstgelerntes ist am Besten! iMac G5/2,1GHz, 2,5GB RAM, 20" Widescreen (1680*1050), MacOS 10.4.11, Safari 4.1, dsl 6000 Achim ...Orient Das Flashforum zu unterstützen ist ganz einfach! |
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| | #9 (permalink) | |
| Neuer User Registriert seit: Dec 2005 Ort: Oldenburg
Beiträge: 2.408
| Zitat:
Falls es wirklich so kommt und Du als guter Flasher in ganz Deutschland keine Aufträge bekommst, ist es ja nicht verboten, sich mal in den Nachbarländern umzusehen. ![]() Gerade im Norden sollen ja händeringend Leute in der It-Branche gesucht werden. Greets. | |
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| | #10 (permalink) |
| Ohne Worte Registriert seit: Jul 2004 Ort: Berlin
Beiträge: 472
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Ich finde noch wichtig, dass man sich im Klaren darüber ist, dass man wirklich Diziplin mitbringen muss um Dinge pünktlich abzuliefern. Als Freelancer hast du keine festen Arbeitszeiten oder einen Arbeitsvertrag, der dir vorschreibt, wieviel Stunden du am Tag zu arbeiten hast. Das Einzige, an was du dich bindest sind die Deadlines für Projekte. Ich kenne einige Leute, die Sachen wochenlang vor sich hinschieben, weil sie nicht die Diziplin haben, pünktlich aufzustehen. Mal erreicht man sie erst um 10 Uhr, mal gar nicht, weil sie nicht da sind und die letzten Tage vor der Deadline kloppen sie dann die Nächte durch und hassen alle Menschen auf der Welt. Daraus resultiert dann langfristig eine steigene Unpünklichkeit, weil die Leute immer mehr vor sich hinschieben und das hat Unzuverlässigkeit zur Folge. Wir haben schon probiert jungen Freelancern, die gerade das Abi hinter sich hatten oder im Studium waren in die Selbstständigkeit zu helfen, aber sie waren einfach so dermaßen unzuverlässig, dass wir schnell ein Problem damit hatten, beim Kunden diese verspätete Abgabe zu rechtfertigen. Deswegen ist für uns und auch für unsere Kunden gerade Pünktlich ein wesentlicher Aspekt der Zusammenarbeit. Gute Arbeit pünktlich abliefern. Ich habe anfangs selbst gar nicht geglaubt, wie viele Leute das nicht schaffen, weil sie sich einfach zu sehr gehen lassen.
__________________ Wie kommt mein Öl unter deinen Boden? |
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| | #11 (permalink) |
| Neuer User Registriert seit: Apr 2009
Beiträge: 1
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Es ist im Grunde gar nicht so sehr von der Wirtschaftskrise abhängig, ob du tatsächlich erfolgreich sein wirst oder nicht. Denn es gibt zu jeder Zeit Auftraggeber, vor allem dann, wenn deine Arbeit gut ist. Dann wird sie auch entsprechend entlohnt und du wirst einige Geldeingänge auf deinem Geschäftskonto haben. Aber es braucht Zeit und vor allem das richtige Engagement.
__________________ www.girokonten-vergleichen.eu |
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| | #12 (permalink) |
| Neuer User Registriert seit: Apr 2009
Beiträge: 165
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Auch wenn der Thread jetzt ausgegraben wurde : Ich denke um die Wirtschaftskrise sollte man sich exakt 0 Gedanken machen bei solchen Überlegungen.Ich behaupte mal dass die meisten Menschen in Deutschland gar nicht wüssten dass wir eine Krise haben wenn man es ihnen nicht ständig im TV+Radio eintrichtern würde. |
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