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| | #1 (permalink) |
| ° Registriert seit: Aug 2002 Ort: Baden-Baden
Beiträge: 3.962
| Kalkulationsfrage
Hi, ich hab heute morgen eine E-Mail von einer lieben Kollegin im Postfach gehabt. Sie hat mich nach meinem Bauchgefühl gefragt, wieviel ich denn für für einen Konfigurator wie den auf Rockberries.com nehmen würde. Ich bin der Meinung, dass man dafür nicht mehr als 1500 für die Programmierung und die Datenanbindung braucht.... Lieg ich da richtig, oder hab ich mich da übelst verkalkuliert? Sie hat noch das Design oben drauf gesetzt und ist in Richtung 10k davon geflogen. Ich frage deshalb, weil unsere Meinungen doch start auseinander gegangen sind. Was meint ihr? Link: Rockberries - Echten Schmuck selbst gestalten => Jewelry Designer Gruß echo |
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| | #2 (permalink) |
| Neuer User Registriert seit: Oct 2007
Beiträge: 434
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Halte die 1500 für überaus optimistisch, hängt natürlich davon ab, was du glaubst "wert" zu sein. Das Ding ist ja nicht gerade dahingerozt, wenn du jetzt mal mit 250 einen sehr niedrigen Tagessatz anlegst, muss du in 6 Tagen fertig sein, wohl gemerkt, inklusive Test, Kundenrevision und Bugfixing. Gerade die Anwendung muss ja 100% wasserdicht und intuitiv sein, damit jede Mode Uschi die bedienen kann ohne Fehler zu produzieren und nachher als glückliche Kundin endet. Ich staffel meine Kalkulationen da immer nach Basisaufwand, Errorhandling, Bugfixing, Revision, Ergänzungen. Und die 3 bis 6 Tage die in den 1500 drin stecken würde ich schon allein für den Basisaufwand kalkulieren. Da müssen n haufen grafischer Inhalte verwaltet werden, nicht anspruchsvoll, aber zeitaufwendig. |
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| | #3 (permalink) |
| Flashworker Registriert seit: Nov 2001 Ort: Wiesbaden
Beiträge: 10.945
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Hallo, ich habe jetzt nicht jede Funktion angeschaut, aber mit 1500 kommt man da nie und nimmer hin. Das sind bei normalen Tagessätzen für einen freien Entwickler ja max 3-4 Tage. Und dann gestaltet sie ja auch noch alles, d.h. sie wird mit dem Kunden mehrmals sprechen müssen, verschiedene Rückläufe haben. Auch ansonsten wird es mal kleinere Änderungswünsche geben, die viel Zeit kosten. Und unterschätze nicht, was an Zeit für Projektmanagment drauf geht. Mein Fazit: Ihre Schätzung für die Projektabwicklung ist deutlich realistischer. Grüße Sebastian |
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| | #5 (permalink) |
| ° Registriert seit: Aug 2002 Ort: Baden-Baden
Beiträge: 3.962
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naja, meiner erfahrung nach ist das eine das eine, und das andere das andere. einer mittelständischen firma würde auch nicht weniger dafür berechnen. ich hab meine kalkulation allerdings für ein startup gemacht, und die haben ja bekannlich kein geld. dafür setzen wir dabei auf eine langfristige betreuung, was auch schon deshalb klappt, weil Grundmodelle für den konfigurator von einer unserer designerinnen gemacht wird. |
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| | #6 (permalink) |
| experience++; Registriert seit: Jul 2002 Ort: Düsseldorf
Beiträge: 11.348
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und trotzdem den anderen zustimmen muss. du hast ja auch nach der meinung anderer gefragt... wenn dich das jetzt nicht tangiert brauchste ja auch gar nicht erst zu fragen ![]() cheers, sal
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Chuck Norris hat den Flash Player für alle mobilen Betriebssysteme! |
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| | #8 (permalink) |
| Neuer User Registriert seit: Oct 2007
Beiträge: 434
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Wenn ne Firma kein Geld hat, dann soll Sie kleiner anfangen, dass sollte für dich kein Grund sein. Dann würde ich die zunächst überreden, da ne abgespeckte Version von zu nehmen, und die dann nach und nach zu erweitern. Das große Versprechen mit Folgeaufträgen bleibt oft nur ein Versprechen. Wie soll für Folgeaufträge Geld da sein, wenn für den ersten Auftrag scheinbar schon keins da ist. |
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| | #10 (permalink) |
| Flash-Designer Registriert seit: May 2006 Ort: Wiesbaden
Beiträge: 6.164
| Gerade gegenüber StartUps würde ich mich hüten, die Aufwände zu unterschätzen! Wenn es auf Kundenseite weder etablierte Strukturen noch Erfahrung mit solchen Projekten gibt, sollte man damit rechnen, dass es immer wieder zu Verzögerungen und Mehraufwänden kommt (z.B. durch fehlende Materialen oder neue Ideen). Generell würde ich Dir empfehlen, zeitbasierend zu kalkulieren! Zeiten spiegeln nämlich noch am ehsten dem tatsächlichen Aufwand wieder. Der Preis hingegen hängt im Dienstleistungsbereich stark vom Tagessatz ab. Und dieser kann nicht nur von Flasher zu Flasher, sondern auch von Kunde zu Kunde, variieren. Der Tagessatz ist, nebenbei bemerkt, auch die Variable mit der man auf die Situation des Auftraggebers "Rücksicht nehmen" kann. Wenn man sich stattdessen bei den Zeitaufwänden einen in die Tasche lügt, zahlt man am Ende nur selbst drauf! Zudem ist es deutlich unverfänglicher, solche Dinge in einem Forum zu besprechen, wenn es nur um den Zeitaufwand und nicht um's Geld geht
__________________ Viele Grüße // Martin Martin Kraft // Interaktionsdesign Hilfreiche Websites: // Hilfe zur Adobe Flash Plattform // ActionScript 2 Referenz // ActionScript 3 Referenz // ActionScript 3 Arbeitshandbuch // weitere Flash Ressourcen Bitte keine Flashfragen per PM oder Profilnachricht! Dafür ist das Forum da! Geändert von Martin Kraft (17-02-2011 um 17:34 Uhr) |
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| | #11 (permalink) |
| Flashworker Registriert seit: Nov 2001 Ort: Wiesbaden
Beiträge: 10.945
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Das mit dem Startup ist ja schön und gut. Aber was bringt es dir, wenn du den Preis so niedrig machst, dass die es sich leisten können, du mit den Einnahmen deine Kosten aber nicht mehr decken kannst. Schau mal, offenbar geht es ja wirklich um die ganze Projektabwicklung, also Projektmanagment, Design und Entwicklung. Du wirst oft mit dem Kunden Rücksprachen halten müssen, du wirst unter Umständen alternative oder nachgebesserte Layouts vorzeigen müssen, du wirst am Ende alles testen, Bugs ausbessern oder eben die ein oder andere Änderung vornehmen müssen. Meiner Meinung nach ist man damit sicher 3-4 Wochen beschäftigt. Dann ziehst du von den 1500 noch mal diverse Steuern ab, da bleibt nicht mehr viel übrig. Wie willst du davon Miete, Nebenkosten, Versicherungen, Essen etc. zahlen? Mal davon abgesehen, dass du als Selbständiger diverse Rücklagen bilden solltest. Wie letztens in einem anderen Thread schon mal gesagt wurde: Warum sollte der Entwickler das Risiko des Startups tragen und auf lukrative Folgeaufträge hoffen... Das Risiko soll das Startup schön selbst tragen, sie wollen anschließend ja auch das Geld kassieren. Grüße Geändert von sebastian (17-02-2011 um 17:28 Uhr) |
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| | #13 (permalink) |
| ActionStripper Registriert seit: Nov 2001 Ort: Oldenburg
Beiträge: 3.275
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Dich hat also eine liebe Kollegin gefragt, du hast ihr einen Preis genannt und du hast mitbekommen, dass sie den Preis - wahrscheinlich ohne großes Nachfragen - stark nach oben geändert hat. Macht dich das nicht selber stutzig? Und auch wenn es schon mehrfach gesagt wurde: Einem Start-up einen besonders günstigen Preis zu machen, weil man hofft, das Unternhemen damit erfolgreich zu machen und am zukünftigen Erfolg partizipieren zu können ist schlichtweg naiv.
__________________ Design ist AUCH Geschmackssache. |
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| | #14 (permalink) | |
| Neuer User Registriert seit: Dec 2005 Ort: Oldenburg
Beiträge: 2.408
| Zitat:
DAS ist nicht naiv, sondern riskant und kann sehr wohl mit Erfolg belohnt werden. Bitte nicht verallgemeinern! | |
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| | #15 (permalink) |
| ActionStripper Registriert seit: Nov 2001 Ort: Oldenburg
Beiträge: 3.275
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hmm ... okay, gebe mich geschlagen. Du hast Recht :-) Allerdings kenne ich keinen Fall, in dem sich solche Versprechungen bzw. Hoffnungen erfüllt haben. Aber ich habe mindestens zehn Fälle direkt miterlebt, die sich als absolute Luftnummer erwiesen haben.
__________________ Design ist AUCH Geschmackssache. |
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