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| | #1 (permalink) |
| fragonautin Registriert seit: Aug 2001 Ort: Bremen
Beiträge: 174
| [Gehalt] Screendesign and more
Hallo ihr Lieben, ich benötige einmal euren Rat. Kurz die Vorgeschichte: Ich habe im Feb 2004 den Dipl.-Des. Schwerpunkt Neue Medien an der FH Münster gemacht. Seit Apr 2004 arbeite ich nun als Designer in einer Agentur. Nach 8 Monaten Praktikum und einem Stundenlohn von 2,50 € erhielt ich ein Einstiegsgehalt, welches in allen Gehaltsspiegeln, die ich mir ansah, ziemlich genau im Mittelfeld lag. Dieses Gehalt erhalte ich auch immer noch.Seit geraumer Zeit (fast ein Jahr schon) ist es nun so, dass mir die Position des Junior AD in Aussicht gestellt wird. Meine Tätigkeiten haben sich ausgeweitet. Ich leite kleinere Teams (kreationsintern) bei Projektarbeiten, diene selbstverständlich als Ansprechpartner und Hilfe bei Kollegen, bilde aus (3. Lehrjahr). Weiterhin konzipiere ich auch ab und an kreative Online-Maßnahmen/Marketing-Strategien für Neukunden und bestehende Kunden (auch in Teams oder in Zusammenarbeit mit dem Abteilungsleiter). Ich texte für Kampagnen und ich Texte für unsere Screendesigns. Konzeption von Kampagnen habe ich en masse gemacht. Ich übernehme größere organisatorische Arbeiten. Meistens macht mir diese Arbeit sehr viel Spaß. In meinem Arbeitsvertrag sind jedoch einzig die Tätigkeiten "Screendesign" und "Flashanimation" aufgeführt (neben 'dem CD Arbeit abnehmen" lieb und nett sein etc. pp. - abgesehen davon haben wir keinen CD, auch keinen AD, sind alle degradiert/entlassen worden). Worauf ich hinaus will: Ich stehe vor einer Gewissensfrage die lautet: Entweder werde ich jetzt endlich einmal für meine Zusatzleistungen bezahlt und/oder JuniorAd oder ich stelle meine Zusatzleistungen ein und mache einzig das, was in meinem Arbeitsvertrag steht, weil ich mich nicht ausbeuten lassen will. Klar wird man als Screendesigner nach Ideen gefragt, die habe ich auch gerne und auch einigermaßen viele, vorallem in Teamarbeit, aber diese kleinen Ideen werden gern mal zur Gesamtstrategie ausgebaut, und das lassen unsere Chefs in letzter Zeit sehr gern von den sowieso unterbezahlten Screendesignern machen. Und wenn die das auch noch halbwegs gut machen, ist alles in Butter - für die Chefs. Jetzt habe ich am Freitag das jährliche Mitarbeitergespräch und die Positionen wanken zwischen "sei froh, dass du überhaupt n Job hast" und "lass dich nicht ausbeuten". Was denkt ihr zum Thema? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Alles oder nichts oder lieber einen gesunden Mittelweg? Ich bin meist eher ziemlich fatal in solchen Angelegenheiten und mir ist wirklich sehr danach zu sagen "entweder ihr zahlt mir ab nächsten Monat 250 Euro mehr brutto oder ich arbeite wieder als Screendesigner und suche mir mittelfristig einen besser bezahlten Job". Naja, gut ist sowas wohl nicht. Ich bin gespannt auf eure Meinung! Alles Gute "E"
__________________ „Niemand versteht die Ledermäuse.“ Die Ledermäuse |
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| | #3 (permalink) |
| Flashworker Registriert seit: Nov 2001 Ort: Wiesbaden
Beiträge: 10.945
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Hallo... Ich würde mich nicht ausbeuten lassen. Dass es den Chefs am liebsten ist, wenn sie billige Arbeitskräfte haben, die gute Arbeit leisten und sehr engagiert sind, ist klar. Momentan sucht jeder Leute und wenn du was drauf hast, dann wirst du keine Probleme haben was zu finden. (Dot Com Bubble Part 2^^) Wenn sich dein Chef also prinzipiell quer stellt, musst du ja nicht gleich kündigen, sondern kannst dich ja nebenher bewerben und umschauen. Also: Auf keinen Fall ausbeuten lassen, gute Arbeit muss auch finanziell honoriert werden greetz |
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| | #4 (permalink) |
| nerdig working Registriert seit: Jul 2001 Ort: Hamburg
Beiträge: 5.832
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du musst doch selbst wissen was du dir wert bist. ob du es anderen auch wert bist, findest du nur raus, wenn du fragst. stell deine forderungen auf ganz unbedrohliche und konstruktive art. mit "ich will summeXY / positionXY, sonst schraub ich mein engagement runter / kündige ich" bist du bei so ziemlich jedem arbeitgeber unten durch. wenn du wieder vertröstet wirst, frag doch einfach mal ganz unbedarft nach einem zwischenzeugnis, aber auch das kann schon zuviel sein.
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| | #5 (permalink) | |
| Neuer User Registriert seit: May 2003 Ort: Hamburg
Beiträge: 1.152
| Zitat:
Ich würde ansprechen, dass es ja jetzt Zeit wäre, deine Position neu zu definieren, eben aus diesen Gründen. Damit verbunden ist auch eine Gehaltserhöhung. Gerade für Gehaltsgespräche wollen die Chefs Argumente hören. Duckmäuserische Angestellte, die sich nie trauen, sich da zu behaupten, bleiben oft jahrelang auf ihrem unterbezahlten Posten und sind irgendwann chronisch gefrustet. Chefs wollen ja Engagement sehen und das für sich selbst gehört dazu. Das sollte man nicht mit Aufsässigkeit verwechseln, wenn nichts kommt, frag ihn, wie er deine Position sieht und wie ihr euch einigen könnt. Wenn er die CDs und ADs schon gekündigt hat, siehts villeicht nicht so rosig aus, aber auch darüber sollte man dann reden. Meistens kann man sein Gehalt nur durch mehrere Jobwechsel schneller in die Höhe treiben. Aber dazu hast du ja paralell auch noch Zeit. | |
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