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Alt 19-07-2009, 16:19   #16 (permalink)
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Nein, ich meine Brom-Arsen.

ne, spass... blöder schrifitfehlerx
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Alt 19-07-2009, 21:45   #17 (permalink)
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@georgem: Ich stimme Dir ja im Wesentlichen zu. Wie man diesen einen Punkt interpretiert und selbst beurteilt - da mag unsere Meinung auseinander gehen.
Wenn Du ein guter 'Entwickler' (Fachmann, find ich eigentlich deutlich besser) bist und ein schlechter Verkäufer, kannst Du trotzdem wahrscheinlich relativ gut überleben. Du kannst aber auch ein relativ schlechter Fachmann sein und Dich gut verkaufen und deutlich besser da stehen, als derjenige der fachlich 'deutlich weiter vorn dabei ist'.

Im Endeffekt muss man sich als Freiberufler auf vielen verschiedenen Ebenen auskennen, Erfahrungen sammeln und diese richtig umsetzen. Als Angestellter hat man es wohl eher nur mit der tatsächlichen täglichen Arbeit zu tun. (Beschreibe mal einem Angestellten in unserem Bereich, was man so täglich neben der 'Arbeit' tut: Ach, davon hab ich ja gar keine Ahnung.)

Das ein Entwickler/Designer grundsätzlich ein anderes Naturell hat, als ein Verkäufer ist für mich absolut klar/unumstößlich.

Viel mehr würde mich aber interessieren:

1. Sind deine Statements auf deine eigenen Erfahrung zurückzuführen - ansonsten kann ich das auch in einem Lehrbuch in der Theorie nachlesen.
2. Wie lange arbeitest Du schon als Freiberufler?
3. Gefühltermaßen scheint es Dir z.Zt. ganz gut zu gehen, hattest Du auch schonmal schlechtere Zeiten und hast Du auch negative Erfahrungen gemacht und diese selbstreflektiert?

Das dürfte für jemanden, der überlegt als Freiberufler zu arbeiten, sicher ganz interessant sein. Die positiven Seiten darzustellen ist einfach und wohl auch selbstbefriedigend - um sich als einen Außenstehenden eine Meinung bilden zu können, sind aber gerade auch die negativen Seiten interessant (den gerade diese hat er/sie vielleicht nicht auf dem Zettel).

Aktuell aus meiner Sicht: Ich würde mit Sicherheit bei Agentur X,Y z.Zt. eine Festanstellung als Flash/Flex-Entwickler finden - da mach ich dann nur Flash/Flex - hat sich nichts dran geändert - in den letzten 2 Wochen habe ich mich hauptsächlich aber mit Steuern, Fortbildung, eigenen neuen Brands (Logoentwürfe), Artikeln, Rezensionen meines Buchs, Aquisition (neue Aufträge und Kontakte), der Entwicklung eines Wordpress-Themes und eigenen Projekten (z.B. Flashden) beschäftigt. Aktuell habe ich bspw. ein interessantes Projekt (Webseite, endlich mal wieder) mit Joomla CMS als Backend. Wahrscheinlich hab ich auch noch ein paar Sachen inzwischen einfach wieder vergessen, weil ich einfach mit einer Vielzahl von Aufgaben beschäftigt bin. Und Im Vergleich dazu schau ich mir gerne den Flash/Flex-Entwickler an seinem Arbeitsplatz an, der bspw. an Wochenenden ausschließlich seiner Freizeit nachgehen kann. Ich freu mich für ihn/sie - nur leider wird ihm/ihr das kaum ein Trost sein, wenn er/sie seinen/ihren Arbeitsplatz als Flash/Flex-Entwickler verlieren sollte.
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Geändert von medianetic (19-07-2009 um 22:57 Uhr)
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Alt 20-07-2009, 09:23   #18 (permalink)
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@medianetic: wenn ich dich jetzt richtig verstehe, warst du noch anfang des Threads gegen die Idee des Independent Developer und nun sagst du mit deiner letzten Antwort, dass dir die Selbstständigkeit doch mehr zusagt?! Hab ich das richtig verstanden? Und wie du gerade an deinen letzten Beschäftigungen aufgezählt hast, führst du ja eigentlich ein ziemlich unabhängiges (Developer) Leben und widmest dich den Projekten, die für dich am interessantesten sind (Klar fällt dabei auch was an, worauf man kein Bock hat und es muss gemacht werden). Anscheinend fährst du damit momentan ziemlich gut, oder?

@georgem: Ich denke auch wenn man ein guter Entwickler/Designer ist bzw. ein Allrounder (das beinhaltet die Bereiche Design, Entwickung, Projektmanager, Konzeptioner) mit einem Schwerpunkt auf Entwicklung oder Design sollte es schon klappen über die Runden zu kommen. Während meiner Arbeit aus Bankkaufmann konnte ich ein bissl das Verkäufer Image kennen lernen und muss sagen, dass ist viel BlaBla. Viel wichtiger ist es gute Vertriebswege und Plattformen zu finden und dort seine Sachen anzubieten und ordentlich zu präsentieren. Dafür muss man kein besonders guter Verkäufer sein, sondern ein Geschäftsmann, der schaut wie er seine Produkte am besten an dem Mann bekommt und wo Potenzial für neues Gutes steckt.

Dank euch beiden fürs Feedback! Wird ja langsam doch noch ne kleine Diskussion
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Gruß
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Alt 20-07-2009, 09:42   #19 (permalink)
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Ich habe mich bewusst gegen ein Allrounderdasein entschieden. Schon vor 5 Jahren, als ich mich selbständig machte, war der erste Ratschlag von meinem Existenzgründerberater, dass man sich spezialisieren soll. Ich halte es auch so mit Aufträgen, die ich weitergeben. Die bekommen immer Leute aus meinem Netzwerk, die darauf spezialisiert sind.

Ich habe das ganze noch nicht bereut, auch wenn ich in der Zeit schon mehrmals herbe Rückschläge in Kauf nehmen musste. Das wichtigste ist - bilde Rücklagen, solange es geht. Ein Selbständiger hat immer in Wellen zu tun - entweder garnichts oder alle wollen gleichzeitig was von dir. Und für diese Leerlaufzeiten brauchst du Geld.
laxersaz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-07-2009, 20:13   #20 (permalink)
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Zitat:
Zitat von der_hess Beitrag anzeigen
@medianetic: wenn ich dich jetzt richtig verstehe, warst du noch anfang des Threads gegen die Idee des Independent Developer und nun sagst du mit deiner letzten Antwort, dass dir die Selbstständigkeit doch mehr zusagt?! Hab ich das richtig verstanden? Und wie du gerade an deinen letzten Beschäftigungen aufgezählt hast, führst du ja eigentlich ein ziemlich unabhängiges (Developer) Leben und widmest dich den Projekten, die für dich am interessantesten sind (Klar fällt dabei auch was an, worauf man kein Bock hat und es muss gemacht werden). Anscheinend fährst du damit momentan ziemlich gut, oder?
Ich bin der Meinung, dass es für mich in jedem Fall der richtige Weg ist, u.a. weil ich es bevorzuge selbständig zu arbeiten und es möglichst vermeide, dass mir jemand sagt, was ich tun soll. Meine Intention war u.a. auch darauf hinzuweisen, dass dies aber tatsächlich nicht 'jedermanns Sache' ist und darauf hinzuweisen, was eine Selbständigkeit noch so mit sich bringt.

Ich war nie als Angestellter tätig und bin von anfang an Selbständig (seit ca. 10 Jahren) und ich fahre damit momentan, genauso gut oder schlecht, wie in den Jahren zuvor (mal vielleicht abgesehen von den ersten 2,3 Jahren). Es gibt manchmal Phasen, in denen man sich neuorientiert und in denen man besonders viel Energie in Bereiche steckt, die mit der eigentlichen 'fachlichen/technischen' Arbeit nicht viel zu tun haben - momentan bin ich wieder mitten in einer solchen Phase, d.h. wiederum nicht dass ich zuwenig Arbeit habe oder zuviel freie Zeit - ich richte meine Sensoren nur wieder mal besonders in alle Richtungen und stelle dabei so einige Dinge fest und überlege was ich daraus für Schlussfolgerungen für mich selbst ziehen kann/sollte.

Grundsätzlich halte ich es als Freiberufler für keine schlechte Idee, sich einen Bereich als Schwerpunkt (Spezialisierung) zu setzen. Ich würde aber auch dringend empfehlen, andere Bereiche nicht aus den Augen zu verlieren. In der Landwirtschaft vermeidet man üblicherweise auch Monokulturen. Ich mache bei weitem nicht 'Alles' und vermittle Jobanfragen auch gerne an die richtigen Personen kostenlos weiter.
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Geändert von medianetic (20-07-2009 um 20:52 Uhr)
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Alt 20-07-2009, 21:54   #21 (permalink)
_M++
 
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Wie wichtig ist euer Meinung nach der Verkäufer im Entwickler? Ich verfolge als Festangesteller immer wieder die Tätigekeiten der Freelancer und stelle mir diese Frage öfters.
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Alt 20-07-2009, 21:58   #22 (permalink)
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Alt 20-07-2009, 22:04   #23 (permalink)
Perverted Hermit
 
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Also, in meinen Augen ist es nicht unerheblich seine Qualitäten auch entsprechend zu kommunizieren. Sonst bleibt man im besten Fall da, wo man ist.
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Alt 28-07-2009, 09:27   #24 (permalink)
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@medianetic: Ich stimme dir im grossen und ganzen ja auch zu, und spüre instinktiv dass ich hier einen Leidensgenossen vor mir habe. :-)
Zitat:
Zitat von medianetic Beitrag anzeigen
@georgem:
Viel mehr würde mich aber interessieren:

1. Sind deine Statements auf deine eigenen Erfahrung zurückzuführen - ansonsten kann ich das auch in einem Lehrbuch in der Theorie nachlesen.
Immer, sonst würde ich hier nix sagen, was denkst du denn. Ich benutze solche Threads immer wieder mal gerne um über mich selbst zu "reflektieren".

Zitat:
Zitat von medianetic Beitrag anzeigen
2. Wie lange arbeitest Du schon als Freiberufler?
>5 Jahre, das sind interessanterweise mehr Jahre als ich je irgendwo am Stück festangestellt war.

Zitat:
Zitat von medianetic Beitrag anzeigen
3. Gefühltermaßen scheint es Dir z.Zt. ganz gut zu gehen, hattest Du auch schonmal schlechtere Zeiten und hast Du auch negative Erfahrungen gemacht und diese selbstreflektiert?
Mir geht es jedes Jahr immer besser. Ich pflege meine Kunden und meine Ideen und Projekte und ich baue aus. Es geht nicht anders, eine Konstanz kann ich mir hier nicht vorstellen, also dass ich irgendwann sage: So, ich hab jetzt aber genug Kunden. Nein, man muss immer mehr wollen als letztes Jahr. Es ist auch ein Spiel gegen die Zeit.

Ja, ich mache regelmässig negative Erfahrungen (hauptsächlich beim sich stets wiederholenden Spiel mit den Neukunden), aber sie haben ein anderes Gewicht als vor einpaar Jahren. Heute hab ich meist so viel um die Ohren dass mich ein saurer Apfel nicht aus dem Konzept bringt.
Auch ist es für mich eine Konstante dass die Auftragslage schwankt. Damit rechne ich also fest.
Früher sah ich immer ne Schwankung so zwischen 20 und 100%. Mehr als 100% wollte ich einfach gar nie arbeiten, ich habe bei Vollausbuchung keine weiteren Aufträge angenommen, usw...
Heute sieht es so aus: ich habe immernoch dieselben Schaukelfahrten von 80%, aber eher im Bereich 80-160%. Das klappt so dank Multitasking ganz gut. Die Schwankungen werden immer da sein, so aber brechen Sie einem nicht das Genick, sondern bescheren einem "stossweise" ein angenehmes Zusatzbrot. ... wenn ich mir die Schreckens-Storys der Agentur-Programmierer anhöre, welche doch tatsächlich unbezahlte Überstunden machen müssen....

Zitat:
Zitat von medianetic Beitrag anzeigen
Das dürfte für jemanden, der überlegt als Freiberufler zu arbeiten, sicher ganz interessant sein. Die positiven Seiten darzustellen ist einfach und wohl auch selbstbefriedigend - um sich als einen Außenstehenden eine Meinung bilden zu können, sind aber gerade auch die negativen Seiten interessant (den gerade diese hat er/sie vielleicht nicht auf dem Zettel).
Ich sehe das umgekehrt und denke die schlechten Seiten der Selbständigkeit sind allen bekannt, ein Angestellter zu sein ist nunmal die Norm der Gesellschaft, ein Nicht-Angestellter ist also automatisch irgendwie abnorm. Deshalb wagen ja wenige Leute die Selbständigkeit , oder sehnen sich nach kurzer Zeit wieder in eine Festanstellung zurück. Selbständigkeit bedeutet dass man sich ausserhalb des gewohnten Rahmens bewegt, was natürlich Gefahren mit sich bringt. Das sagt ja schon der Name... man muss ALLES selber machen.

Ich empfinde es deshalb für wichtiger die positiven Punkte auszuführen, eben weil das kaum gehört wird. z.B. dass die Selbständigkeit so viel ehrlicher ist und belohnender sein kann, soll heissen es gibt so eine herrliche klare Regel von "Arsch-aufreissen" = Erfolg. Noch-mehr-Arsch-aufreissen = noch-mehr-Erfolg. Ich meine "Ehrlich", weil ich mit einpaar Kunden eine tiefe Vertrauensbasis geschaffen habe, die ich als Festangestellter nie gekannt habe. Es macht einen Stolz wenn man über Jahre gemeinsam mit guten Kunden wächst, und diese an sich bindet.
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Geändert von georgem (28-07-2009 um 09:48 Uhr)
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Alt 05-08-2009, 00:51   #25 (permalink)
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Zitat:
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Mir geht es jedes Jahr immer besser. Ich pflege meine Kunden und meine Ideen und Projekte und ich baue aus. Es geht nicht anders, eine Konstanz kann ich mir hier nicht vorstellen, also dass ich irgendwann sage: So, ich hab jetzt aber genug Kunden. Nein, man muss immer mehr wollen als letztes Jahr. Es ist auch ein Spiel gegen die Zeit.
Ja und nein. Vermutlich geht es mir auch jedes Jahr immer besser, ohne es zu merken. Kunden und Projekte zu pflegen, habe ich jahrelang auch ernsthaft probiert, diesbzgl. vor allen Dingen bei kleineren Kunden. In den letzten 2,3 Jahren habe ich bemerkt, dass dies (Kundenbindung, etc.) nicht unbedingt der verlässlichste Weg ist, wenn Kunden dies nicht so zu schätzen wissen oder, aus welchen Gründen auch immer, einfach Pleite gehen. Wenn ich für einen Kunden ein Projekt übernehme, beurteile ich den Kunden und sein Geschäftsfeld nicht. Ich versuche ihn so gut wie möglich (hängt auch sehr vom Kunden ab) darzustellen - den Job des Unternehmenberaters übernehme ich nicht auch noch.

Dazu kommen die technischen Änderungen. Da kommt dann mal einer vorbei und sagt dem Kunden x,y, für den man Jahre lang sein Projekt pflegt, dass man Telefonnr. doch jetzt so formatiert (Beispiel!) - Kunde: Ok, you got the job. Ist dann im Zweifel auch zu spät, wenn man den Kunden dann im nachhinein darauf hinweist das man bereits die aktuelle DIN-Norm verwendet und der 'Ratgeber' diesbezüglich gänzlich falsch liegt - egal, bsp. - der 'Student' mit Studentensoftware, die er nicht kommerziell nutzen darf, hat den Job. Kunden verloren. Es geht um Selbständige, Klein-Unternehmer, etc.: Anderer Fall: Wir können beim Hosting beim Massen-Hoster, ca. 10 Euro pro Jahr sparen, wir wechseln - ich kläre den Kunden allgemein darüber auf, was das u.a. auch für negative Aspekte mit sich bringt - müde - egal wir müssen sparen, wo es geht - ok! Viel Spaß, ich bin dann aber raus (hab ich schon vor 10 Jahren alles durchgemacht, wie Sie meinen ...), etc. etc.

Ich kümmere mich tatsächlich noch um so etwas und das ist unter Umständen anstregend, besonders dann, wenn man sich schon längst hauptsächlich mit ganz anderen Sachen (mindestens 5 Jahre+) beschäftigt - macht müde. (Echt: Sag mir nicht, wie man formell richtig formatiert, erzähl das deiner Sekretärin oder lies einfach *achtung Werbung* mein Buch (Seite 268) bitte, danke.)

Zitat:
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Ja, ich mache regelmässig negative Erfahrungen (hauptsächlich beim sich stets wiederholenden Spiel mit den Neukunden), aber sie haben ein anderes Gewicht als vor einpaar Jahren. Heute hab ich meist so viel um die Ohren dass mich ein saurer Apfel nicht aus dem Konzept bringt.
Auch ist es für mich eine Konstante dass die Auftragslage schwankt. Damit rechne ich also fest.
Ja, stimme 100% zu. Man lernt auch mit der Zeit 'faule Äpfel' schon im vorhinein zu erkennen - Lernprozess - wenn mir etwas nach mehrmaligen Nachfragen immernoch nicht klar ist, lehne ich ab. Andersherum braucht es manchmal nur 2,3 Sätze und man weiß, wen man vor sich hat.

Zitat:
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Früher sah ich immer ne Schwankung so zwischen 20 und 100%. Mehr als 100% wollte ich einfach gar nie arbeiten, ich habe bei Vollausbuchung keine weiteren Aufträge angenommen, usw...
Heute sieht es so aus: ich habe immernoch dieselben Schaukelfahrten von 80%, aber eher im Bereich 80-160%. Das klappt so dank Multitasking ganz gut. Die Schwankungen werden immer da sein, so aber brechen Sie einem nicht das Genick, sondern bescheren einem "stossweise" ein angenehmes Zusatzbrot. ... wenn ich mir die Schreckens-Storys der Agentur-Programmierer anhöre, welche doch tatsächlich unbezahlte Überstunden machen müssen....
Versteh ich, aber sich über unbezahlte Überstunden zu beschweren (als Selbständiger) nicht - 'Überstunden', das Wort kenn ich nicht mal - und viele andere Selbständige vermutlich auch nicht, wie denn auch? (Angestellten-Denke).

Zitat:
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Ich sehe das umgekehrt und denke die schlechten Seiten der Selbständigkeit sind allen bekannt, ein Angestellter zu sein ist nunmal die Norm der Gesellschaft, ein Nicht-Angestellter ist also automatisch irgendwie abnorm. Deshalb wagen ja wenige Leute die Selbständigkeit , oder sehnen sich nach kurzer Zeit wieder in eine Festanstellung zurück. Selbständigkeit bedeutet dass man sich ausserhalb des gewohnten Rahmens bewegt, was natürlich Gefahren mit sich bringt. Das sagt ja schon der Name... man muss ALLES selber machen.
So habe ich das tatsächlich noch nie gesehen, obwohl es vermutlich so ist. Dann kann ich auch nur dazu aufrufen: Macht euch selbständig! Ihr werdet unkündbar sein, könnt überall arbeiten, stets flexibel und fachlich, vielleicht notgedrungen, stets 1,2 Schritte voraus. Im Zweifelsfall verabschiedet euch aber von Wochenenden und Feiertagen. Macht Urlaub im Winter usw.

Im Endeffekt sind Selbständige mit Sicherheit in punkto Effektivät, Preis/Leistung, etc. jedem Angestellten, teilweise auch notgedrungen, meilenweit voraus und viel mehr Auftraggeber sollten grundsätzlich noch mehr outsourcen und mehr Freiberufler beauftragen.

PS: Freiberufler schlafen eher selten am Arbeitsplatz ein und verbringen sicher keine 30 Minuten damit sich einen neuen Kaffee zu holen.
(Sorry, liebe Angestellten, ich brauche 2! Minuten, die ich im Zweifel nicht berechne). 'Was? Nichts! Schlaft weiter.' This is called wdpm (work done per minute).
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Geändert von medianetic (05-08-2009 um 02:47 Uhr)
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Alt 05-08-2009, 03:07   #26 (permalink)
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Zitat:
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Kunden und Projekte zu pflegen, habe ich jahrelang auch ernsthaft probiert, diesbzgl. vor allen Dingen bei kleineren Kunden. In den letzten 2,3 Jahren habe ich bemerkt, dass dies (Kundenbindung, etc.) nicht unbedingt der verlässlichste Weg ist, wenn Kunden dies nicht so zu schätzen wissen oder, aus welchen Gründen auch immer, einfach Pleite gehen.
Aber es ist nunmal so: Alte Kunden wiederverwerten ist in vielerlei Hinsicht angenehmer als wenn man NUR NOCH für Neukunden arbeiten dürfte. *graus*

Zitat:
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Ja, stimme 100% zu. Man lernt auch mit der Zeit 'faule Äpfel' schon im vorhinein zu erkennen - Lernprozess - wenn mir etwas nach mehrmaligen Nachfragen immernoch nicht klar ist, lehne ich ab. Andersherum braucht es manchmal nur 2,3 Sätze und man weiß, wen man vor sich hat.).
Ja genau, es gibt einen ganzen Zoo an Kundentypen. Vom Paradiesvogel bis zum bürokratischen Kauz. Eingebildete Draufgänger welche trotzdem grosszügig und schnell zahlen, oder aber freundliche Typen die aber auch ne lahme Zahlungsmoral haben, und alles dazwischen, so wie z.B. verrückte Goldgräber oder eklig manipulative Fieslinge. :-) Man lernt nie aus. Man geht rein und vergleicht, aber man muss auch gut abwägen... Soll heissen, mich haben manche Kunden schlussendlich dann doch noch positiv überrascht.(auch manchmal negativ)
Es herrscht bei vielen Kunden ein vielleicht etwas übertriebenes Misstrauen gegenüber Freelancer oder allgemein (wohl weil die oft schon schlechte Erfahrungen gemacht haben). Dann muss man halt nochmal extra feinfühlig vorgehen. Immer zeigen dass man den Kunden ernst nimmt, die Etiquette ist wichtig. Finde wenn man mal den Punkt erreicht hat wo man sich jähzornig anschreit ist alles verloren. Wie gesagt: Diplomatie ist angebracht.

Zitat:
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Im Endeffekt sind Selbständige mit Sicherheit in punkto Effektivät, Preis/Leistung, etc. jedem Angestellten, teilweise auch notgedrungen, meilenweit voraus und viel mehr Auftraggeber sollten grundsätzlich noch mehr outsourcen und mehr Freiberufler beauftragen.
PS: Freiberufler schlafen eher selten am Arbeitsplatz ein und verbringen sicher keine 30 Minuten damit sich einen neuen Kaffee zu holen.
Yep, und vorallem muss man ihnen dann auch nicht alles 10 mal sagen, bis sies kapiert haben.
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