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| | #1 (permalink) |
| wolter.biz Registriert seit: Jun 2001 Ort: Düsseldorf
Beiträge: 3.395
| Kurzarbeit bei IT-Dienstleister SinnerSchrader
Mit Kurzarbeit hofft der Hamburger IT-Dienstleister und Multimedia-Spezialist SinnerSchrader Kündigungen zu vermeiden. „Rund 70 der derzeit 200 Mitarbeiter werden in den kommenden drei Monaten durchschnittlich 25 Prozent kurzarbeiten", erklärte das Unternehmen in seiner monatlich erscheinenden Firmenzeitung. Nicht alle Abteilungen, sondern vor allem die Softwareentwickler hätten wegen Auftragsverzögerungen weniger zu tun als geplant. SinnerSchrader rechnet vor, die Einsparungen pro Quartal bewegten sich im sechsstelligen Euro-Bereich. Bisher konnten sich die Hamburger einigermaßen gegen den fatalen Trend stemmen, dass mit Multimedia-Dienstleistungen immer weniger Geld zu verdienen ist. Doch Ende April hatten sie eingestanden, sie müssten angesichts der „anhaltenden Investitionszurückhaltung bei IT- und Internetprojekten" ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2001/02 (Stichtag: 31. August 2002) nach unten revidieren. Lediglich 16 Millionen Euro werde das Unternehmen, einer der wenigen überlebenden Web-Dienstleister, umsetzen; im Geschäftsjahr zuvor hatte es 19,9 Millionen Euro Umsatz bilanziert. Ferner rechne es nicht mit einem operativen Gewinn. Angesichts der mäßigen Geschäftsentwicklung hatten bereits im 2. Quartal (Stichtag: 28.Februar 2002) 50 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen müssen. (Quelle: Computerpartner) |
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| | #2 (permalink) |
| Verstaubtes Web-Fossil Registriert seit: May 2002 Ort: Kirchhundem (Sauerland)
Beiträge: 338
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Ja, so sieht's aus! Die Multimediabranche frisst ihre Kinder. Der erste Boom ist vorbei - und schon gehen die ersten überoptimistischen Läden in die Knie. Zieht sich wie ein roter Faden durch sämtliche Bereiche der Multimedia-Landschaft. Das Ganze hat aber auch den positiven Effekt, dass ein Gesundschrumpfen einsetzt, bei dem die Besten übrigbleiben. Will sagen, dass eine vernünftige Planung im Sinne des Kunden, eine solide Umsetzung der Anforderungen und das richtige Gespür für die Akzeptanz beim User darüber entscheiden, ob eine Multimedia-Anwendung erfolgreich oder 'nur schick' oder 'super funktional' ist. Dahingehend haben einige der 'Großen' versäumt, sich rechtzeitig vernünftig auszurichten. Das kann auch nicht durch Zukauf von Topleuten in verschiedenen Spezialbereichen kompensiert werden. Denn - wie man sieht - ist das auch nicht immer effizient. Schon gar nicht, wenn die Millionenetats plötzlich verschwinden und 5 Projektleiter für 2 Webentwickler zuständig sind, die ein 600seitiges Pflichtenheft umsetzen sollen - de facto oftmals zu beobachten. Aus diesem Grund wenden sich Unternehmen mittlerweile gerne an kleinere Agenturen, die ohne Wasserkopf einfach das machen, was gefordert ist, ohne täglich fünf Brainstorm-Meetings und Abgleich-Versammlungen abzuhalten. Das bringt nämlich nicht wirklich viel und kostet den Kunden trotzdem eine Stange Geld - und wenn der dann sagt "Ich bezahl doch nicht Eure Kaffeekränzchen", Teilbeträge einbehält und Konventionalstrafen für Nichteinhaltung der Timelines im Vertrag stehen hat - dann geht's solchen Unternehmen übelst an den Kragen. Das muss in diesem Fall zwar nicht auf SinnerSchrader zutreffen - ist aber ein wesentlicher Aspekt für die totale Fehlkalkulation einiger Großagenturen. Only my 2 cents... Tackleberry |
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