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| flashforum Registriert seit: Jun 2001 Ort: krefeld
Beiträge: 13.784
| Mein Rückblick auf die Adobe MAX 2009 Im Folgenden schreibe ich einen kurzen Bericht und meinen Eindruck von der Adobe MAX 2009 in Los Angeles. Weil ich 2007 das erste mal auf einer MAX war und das in Europa, habe ich wenig Vergleichsmöglichkeiten mit anderen MAX-Konferenzen. Fest steht aber eins: Adobe hat sich mächtig ins Zeug gelegt und viel Geld investiert, um sich von der besten Seite zu zeigen und einen extravaganten Event aufzuziehen. Allerdings ist das nicht alles und auch die beste Technik schützt nicht vor Pannen und Patzern bei den großen Präsentationen. Bereits am Samstag vor der Konferenz bin ich in Los Angeles angereist und hatte so die Chance mir die Stadt ein wenig genauer anzuschauen. Mein Fazit in diesem Punkt fällt wenig enthusiastisch aus: Eine große, dreckige Stadt. Und obwohl die Stadt so riesig von ihren Ausmaßen her ist, ist ab 2 Uhr Nachts auf den fünfspurigen Straßen nichts mehr los. Da gibt es weit aus schönere Städte in den Staaten, die sowohl vom Nachtleben her, als auch vom kulturellen mehr zu bieten hätten. Wenngleich man ja eigentlich zur MAX fährt um die Konferenz selber mitzubekommen und daran teilzunehmen, so finde ich dennoch macht der Rahmen viel aus. Ein Vergleich mit der Flash on the Beach in Brighton, der FITC in Amsterdam oder auch den beiden MAX Events in Europe (Barcelona und Mailand) sind da nur einige zu nennende Beispiele. Der Sonntag startet dann nach weitestgehend überwundenem Jetlag mit dem Community Summit und einer kurzen Präsentation von mir zu den Adobe User Groups in Deutschland, Österreich und der Schweiz, so wie der Vorstellung der eigenen Person und meiner neuen Rolle als Regional Coordinator für die Adobe User Groups in D/A/CH. Alles in allem lief es – bis auf einige Holperer und etwas zu wenig Zeit, um alles unterzubringen – eigentlich rund. Interessant war zu sehen, was an Aktivitäten in den Lateinamerikanischen Ländern in Punkto Community passiert. Ich war überrascht, wie aktiv die Flash-Szene in dieser Gegend ist. Ein Beispiel dafür ist die in Kürze startende „Adobe und Influxis Flash Latin Tour“ (The Flash Blog The Adobe Influxis Latin Flash Tour). Ansonsten war es natürlich schön den einen oder anderen Bekannten auf dem Community Summit zu treffen, sowie einige Gesichter hinter lang bekannten Namen kennen zu lernen. ![]() „Schedule at a glance“ Der erste Konferenztag am Montag startete mit einem Blick auf den unglaublichen Terminplan, der im Eingangsbereich aufgestellt war. An Unübersichtlichkeit nicht zu übertreffen und man sieht schon hier: Es wird einfach zu viel geboten. Es gibt zu viele Sessions parallel. Hier greift meines Erachtens auch nicht mehr das Argument von Adobe, dass es ja auch viele Produkte gibt. Bei meinen Stichproben hörte ich häufig „Ich wäre gerne zu mehreren Vorträgen gegangen“ oder aber „Es war leider sehr leer in dem Vortrag“. Ersteres ist Schade für die Teilnehmer der Konferenz, wenn Sie also das Gefühl habe etwas zu verpassen. Aber noch viel blöder ist der zweite Fall für die Sprecher. Da sind sie auf DEM Event von Adobe. Der MAX. Und sprechen vor 3 oder 4 Teilnehmern. Wie frustrierend. Und das nicht, weil der Vortrag schlecht oder das Thema zu langweilig ist. Nein, es wird einfach zu vieles parallel geboten. Hier sollte Adobe getreu dem Motto „Weniger ist Mehr“ einmal überlegen, ob sie das nicht ändern wollen. ![]() Viele Angebote im Community Pavillion Der Community Pavilion gefiel mir recht gut. Zwar war er riesig groß, sodass von Gemütlichkeit keine Rede sein konnte, aber Adobe hat sich Mühe gegeben die Großflächigkeit durch kleinere Bereiche zu kaschieren. So konnte man zum Beispiel in einem Areal WII, Arcade Games oder Air Hockey spielen. Die Aussteller und auch die MAX Unconferences waren in diesen Bereich integriert. Damit vermied man denselben Fehler, den man vormals mit den Unconferences machte, indem man sie nicht mehr in einem extra Bereich für keinen Auffindbar platzierte. Viele Sitzgelegenheiten im Community Pavilion waren ein guter Treffpunkt und wurden oft genutzt für Interviews und Diskussionen. Wie zuvor bereits angesprochen, kann von Gemütlichkeit oder familiärer Atmosphäre dennoch keine Rede sein, denn der komplette Gebäudekomplex war sehr groß, sehr nüchtern und sehr kühl. Darüber konnten auch die oftmals übermäßig zuvorkommenden Mitarbeiter des Convention Centers mit Ihrem „How are you?“ nicht hinwegtäuschen. Die inhaltliche Qualität der Vorträge war insgesamt gut. Ebenso die Vortragsweise der meisten Sprecher. Bis auf wenige Ausnahmen hatte man immer das Gefühl einen soliden Sprecher vor sich zu haben, der nicht zum ersten mal vor Publikum spricht. Spannend waren vor allem die Sessions in denen man mit den verschiedenen Adobe internen Entwicklern direkt sprechen und ihnen Fragen stellen konnte. Aber auch auf dieser MAX ist es zusammengefasst so gewesen, dass wenn man alle eher werbeartigen Vorträge weg streicht und die mit echtem und lehrreichem Inhalt lässt, doch deutlich weniger Masse übrig bleibt. Das wiederum wäre aber – wie oben schon erwähnt – meines Erachtens genau richtig. Erschreckend war allerdings wie schlecht teilweise die „großen“ Veranstaltungen liefen. Die erste Keynote startete direkt damit, dass das Mikrofon von Shantanu Narayen nicht funktionierte. Und das zog sich durch diese erste Veranstaltung wie ein roter Faden. Kevin Lynch überzog maßlos mit seinen Technik Präsentationen und viele Dinge funktionierten nicht. Die Eröffnungsveranstaltung des zweiten Tages war zwar weniger Pannen behaftet und Ben Forta ist ein charmanter Moderator, aber durch die vielen Partner-Slots war diese auch viel weniger kurzweilig und zog sich stellenweise arg. ![]() Die Sneak Peeks standen ganz im Zeichen von Star Wars Die Sneak Peeks waren das mit Spannung erwartete Highlight der Veranstaltung. In den Sneak Peeks ist es Brauch in neue Techniken und Technologien Einblicke zu geben. Auch wenn es heißt, dass man hier Dinge sieht, die evtl. „keinen Einzug in die Produkte halten werden“, so zeigen die Peeks zumindest immer in welche Richtung es geht. Und letztendlich findet man doch viele der dort gezeigten Sneaks früher oder später in den Adobe Produkten. Das Thema der diesjährigen Sneak Peeks war „Star Wars“. Jeder der Vorführenden stellte eine Figur aus „Krieg der Sterne“ dar. Und Überraschungs- und Stargast war Mark Hamill (Luke Skywalker), der als Co-Moderator zusammen mit Ted Patrick durch das Programm führte. Inhaltlich stach neben einigen Interessanten Dingen, wie Werkzeugen zur Erstellung animierbaren Physiks in Flash vor allem die Präsentation zu Adobe Rome raus (siehe auch Adobe Rome). Bei Rome handelt sich um ein Multi-Publishing-Werkzeug für das Web, das laut Präsentator Greg Rewis komplett in ActionScript3 geschrieben ist und alle gängigen Datei-Formate unterstützt. Auf der anschließenden MAX Party wurde fett aufgefahren. Gleich ein ganzer Häuserblock wurde angemietet. Man konnte sich entscheiden, ob man Salsa Tanzen (lernen) wollte, eine Partie Bowling spielen, in einer Spielhölle eines von unzähligen Spielen nutzen oder aber einfach in einer der vielen Bars essen und trinken wollte. Alles umsonst! Draußen spielte sogar noch eine Live-Band mit Duane Nickull, Evangelist von Adobe. Auch hier sei mir der Vergleich mit der Adobe MAX in Europa gestattet: In Barcelona hatte man einen großen Raum als Casino hergerichtet. Alles war etwas familiärer und netter. Es verlief sich nicht so und die Atmosphäre war wesentlich angenehmer. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich fünf spannende und aufregende Tage in Los Angeles hatte. Vor allem das Treffen der Adobe Mitarbeiter aus den USA hat sich für mich gelohnt. Inhaltlich fand ich vor allem viele der Themen auf der FITC MAX Unconference interessant. Die Frage ist, ob die MAX sich für Adobe wirklich weiterhin lohnt. Sicher kann man einige der Gründe dafür nachvollziehen und sogar verstehen, dass Adobe dieses Massen an Geld ausgibt. Aber Artikel wie der vom Flashmagazine (PR to the MAX? > News > Flash Magazine) zeigen, wie es zumindest im Flash-Bereich anders (besser?) gemacht werden könnte. Wer jetzt wieder damit kommt, dass Adobe ja mehr Projekte als Flash und Flex hat: Ja das stimmt. Aber hier zeige ich auf die Inhalte der Sneak Peeks und frage: Wo waren hier neben Flash, Flex und Photoshop die anderen Produkte? Ich würde mich sehr über weitere Meinungen von Teilnehmern der MAX in L.A. freuen. Was hat euch am besten gefallen? Gab es inhaltliche Highlights? Hat euch am Rahmenprogramm etwas besonders gut gefallen? Hier noch die Links zum Thema MAX 2009 Los Angeles: - Zusammenfassung zu Adobe Rome - Fotos von der MAX - Videos der FITC Unconference
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| | #2 (permalink) |
| Neuer User Registriert seit: Sep 2004
Beiträge: 632
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Ich war nicht da, hab nur in einige der Vorträge auf Video reingesehen. Von der Anzahl her unglaublich viele, vermutlich zu viele wie du sagst, wenn die dann auf der Konferenz parallel laufen. Aber inhaltlich finde ich sie letztlich nicht so interessant wie z.B. das, was man an Videos von der FITC sehen kann. Zu wenig Butter bei die Fische, die Auswahl zu sehr vom Marketing beeinflusst. Wenn ich mich an Barcelona erinnere war das einzig interessante, neben dem innovativen Stand mit Siemens Computern und dem Casinso, die erste Roadmap von Ely Greenfield zu Flex 4. Ansonsten bietet die FF da mehr. Geändert von kugelfunk (04-11-2009 um 01:11 Uhr) |
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| | #3 (permalink) |
| Neuer User Registriert seit: Jun 2009
Beiträge: 19
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Für mich war die MAX 2009 eindeutig sehr lohnenswert und informativ und ich werde definitiv nächstes Jahr wieder dabei sein. Meine Befürchtungen, es könnte eine reine Marketingveranstaltung sein, ist glücklicherweise nicht erfüllt worden. Ganz im Gegenteil: alles was angekündigt wurde hatte Hand und Fuss und war keine reine Vaporware und kein "virtuelles Produktplacement", nach dem Motto: "Ich besetze mal einen Markt mit einem Produkt das ich noch gar nicht habe". Der Ansatz ist aber in der Tat sehr unterschiedlich zu z.B. einer FFK. Die MAX zeigt mehr in Richtung Produkt an sich, bei der FFK geht es mehr als Details und spezifische Themen. Ich denke beides hat seine Berechtigung. Und natürlich geht es auf der FFK familiärer zu. Auch ich fand es sehr problematisch, sich aus dem gigantischen Konferenzprogramm die einzelnen Sessions herauszusuchen, wobei man natürlich genau wusste, das man an anderer Stelle etwas verpasst. Ich denke aber nicht, das man diese unglaubliche Vielfalt Adobe zum Vorwurf machen kann, es zeigt eher, wieviel sich zur Zeit auf diesem Markt tut. Und fast jede Session war ja innerhalb weniger Tage auf adobe.tv online, was absolut vorbildlich ist. Mir persönlich war es auch mal wichtig, richtige Menschen hinter den Produkten zu sehen (z.B. bei den "Meet the Teams"-Sessions). Wir dürfen ja hier immer nur die fertigen Produkte "bewundern". |
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