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Alt 20-05-2009, 10:35   #1 (permalink)
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Hallo Leute,

gelegentlich muss ich die Arbeit mancher Fotografen machen,
und die schlecht belichteten Bilder nachbearbeiten.

Wenn ich nun z.B. bei Portrait aufnahmen selektiv nachbelichten muss,
dann sieht das auf einem anderen Bildschirm in unserer Agentur
wieder völlig anders aus.

Ich benutze Vista an einem Röhrenmonitor und verwende die Farbeinstellungen des Gerätes.
Unser Programmierer verwendet einen TFT-Monitor und Windows XP, ebenfalls mit den Farbeinstellungen seines Monitors.

Habt ihr vielleicht ein paar Tipps, wie das "normalerweise" gehandhabt wird?

Bestimmt muss zuallererst auf allen Rechnern dass selbe Farbprofil eingestellt werden.
Wahrscheinlich wird das aber nicht ausreichen, da die Monitore noch manuell an Helligkeit und Kontrast verändert wurden.
Kann man das nur "Testen" oder gibt es eine Möglichkeit das Einheitlich zu gestalten?

PS: Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mich mit den unterschiedlichen Farbprofilen noch nicht beschäftigt habe.
Also welches da der Standard ist, weiß ich nicht.

Geändert von pacman.hgw (20-05-2009 um 10:36 Uhr)
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Alt 20-05-2009, 11:53   #2 (permalink)
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Du musst deinen Monitor und alle anderen Monitore, die entscheidend sind und den Drucker kalibrieren, das heisst ein Messgerät misst die Farbstrahlen am Monitor und ein Software wandelt die Ergebnisse um, so dass die Farben überall gleich sind. Wenn dir das Gerät zu teuer ist, kannst du auch jemand kommen lassen.

Das Kalibrieren muss man öfters machen, da sich alles wieder verstellt.
stratus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20-05-2009, 11:59   #3 (permalink)
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Welche Software ist da empfehlenswert?
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Alt 20-05-2009, 12:42   #4 (permalink)
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Eye one kannst du nehmen, aber google lieber selbst.
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Alt 20-05-2009, 13:11   #5 (permalink)
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Danke für die Hilfe.
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Alt 20-05-2009, 15:08   #6 (permalink)
bat
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ich arbeite in einem fotostudio, und wir verwenden eye one, kann ich also auch empfehlen.
das mit jemanden kommen lassen ist sone sache. wir hatten einmal jemanden für ne in-house-schulung da, und machen es seitdem selbst, so alle 2 Wochen.

grüße

bat
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Ich hab's allen gezeigt, und keiner hat's gesehen.
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Alt 20-05-2009, 20:20   #7 (permalink)
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Zitat:
Zitat von stratus Beitrag anzeigen
Du musst deinen Monitor und alle anderen Monitore, die entscheidend sind und den Drucker kalibrieren, das heisst ein Messgerät misst die Farbstrahlen am Monitor und ein Software wandelt die Ergebnisse um, so dass die Farben überall gleich sind. Wenn dir das Gerät zu teuer ist, kannst du auch jemand kommen lassen.

Das Kalibrieren muss man öfters machen, da sich alles wieder verstellt.
Einen Drucker kann man nicht kalibrieren sondern er wird profiliert mittels einem ohne Farbmanagement gedruckten Targets, welches mit einem Spectralfotometer vermessen wird. Je mehr Felder das Target hat um so genauer ist das Profil das daraus errechnet wird. Dies ist u. a. für jedes Papier nötig mit welchen gedruckt wird. Besser sind natürlich noch RipLösungen wo ich die einzelnen Farben separat linearisieren kann. Das macht aber nur Sinn wenn mit komplett durchgängigen Farbmanagemet gearbeitet wird. Das ist u. a. natürlich auch eine Frage des Geldes, da sich das bei einem alten Röhrenmonitor sicher nicht lohnt. Vernünftige Monitore die
in der Druckvorstufe brauchbare Resultate liefern liegen so um die 2000 - 5000
Euronen. Drucker kann man ab ca. 800 -1000 Euro bekommen mit denen sich das drucken hochwertiger Prints lohnt. Das Messequipment wie Spectralfotometer und Software bekommt je nach Ausstattung zwischen 1000
und 2000 Euro. Ist halt die Frage was der Kunde verlangt. Wenns rechtlich abgesichert sein soll, kommt nochmal ca. 500 Euro für Software und 400 Euro für den Fogra Medienkeil dazu um rechtsverbindliche Kontraktproof herzustellen mit denen
man im Print keinen Stress hat.

Gruß
Stefan

Geändert von Stefan° (20-05-2009 um 20:34 Uhr)
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Alt 20-05-2009, 20:29   #8 (permalink)
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Zitat:
Zitat von pacman.hgw Beitrag anzeigen
Welche Software ist da empfehlenswert?
Basiccolor Display 4 ist das derzeit beste SoftwareTool zum kalibrieren von Monitoren. Die Software ünterstützt zahlreiche Messköpfe u. a. EyeOne Display.
Die mitgelieferte Software bei EyeOne Display ist nichts besonderes. EyeOne Display Light kaufen! Ist nämlich der gleiche Messkopf. Vor allem kann man bei der Software von Basiccolor anstatt des für LCD Monitoren untauglichen Gamma 2.2, die L*Star Tonwertkurve verwenden, was zu einer deutlich besseren Durchzeichnung der Tiefen führt. Das ganze steht und fällt mit der Software. Harwarekalibrierung ist mit entsprechenden Monitoren natürlich auch möglich. Es lassen sich Matrix oder Tabellenprofile erzeugen und das als ICC V2 und ICC V4.
Die Software enthält eine große Menge an nützlichen Funktionen und das über 70 seitige Handbuch liefert auch für Leute die glauben schon alles zu wissen, noch eine Mengen nützlicher Informationen rund um das Thema Farbmangement. Für etwa 120 Euro eine Topempfehlung.
Hab vergessen, man kann natürlich die Leuchtdichte einstellen und eine DeltaEab oder DeltaE94 Validierung machen um die
Qualität der Kalbrierung zu testen bzw. die Differenzen zu beurteilen. Just Normlichtkästen kann man ebenfalls via USB an
die Leuchtdichte des Monitors anpassen um eine bestmögliche Auflichtabmusterung der Drucke zu gewährleisten.

Gruß
Stefan

Geändert von Stefan° (20-05-2009 um 21:04 Uhr)
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Alt 20-05-2009, 20:32   #9 (permalink)
Pixeldipaxeldipux
 
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[OT]
Zitat:
Zitat von Stefan° Beitrag anzeigen
… Das macht aber nur Sinn …
Nichts macht Sinn, Sinn kann man nicht machen.
Es kann etwas sinnvoll sein oder einen Sinn haben,
aber machen kann man ihn nicht.
http://www.nichts-macht-sinn.de/

Ahrsib
... [/OT]
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Alt 20-05-2009, 20:36   #10 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Ahrsib Beitrag anzeigen
[OT] Nichts macht Sinn, Sinn kann man nicht machen.
Es kann etwas sinnvoll sein oder einen Sinn haben,
aber machen kann man ihn nicht.
http://www.nichts-macht-sinn.de/

Ahrsib
... [/OT]
Das sagt man so in Bayern, aber das dürftest du nicht verstehen....
sonst hast nichts zum Thema beizutragen...?
Danke für den Link.

Gruß
Stefan

Geändert von Stefan° (20-05-2009 um 22:23 Uhr)
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Alt 20-05-2009, 22:10   #11 (permalink)
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Zitat:
Zitat von pacman.hgw Beitrag anzeigen
Hallo Leute,

gelegentlich muss ich die Arbeit mancher Fotografen machen,
und die schlecht belichteten Bilder nachbearbeiten.

Wenn ich nun z.B. bei Portrait aufnahmen selektiv nachbelichten muss,
dann sieht das auf einem anderen Bildschirm in unserer Agentur
wieder völlig anders aus.

Ich benutze Vista an einem Röhrenmonitor und verwende die Farbeinstellungen des Gerätes.
Unser Programmierer verwendet einen TFT-Monitor und Windows XP, ebenfalls mit den Farbeinstellungen seines Monitors.

Habt ihr vielleicht ein paar Tipps, wie das "normalerweise" gehandhabt wird?

Bestimmt muss zuallererst auf allen Rechnern dass selbe Farbprofil eingestellt werden.
Wahrscheinlich wird das aber nicht ausreichen, da die Monitore noch manuell an Helligkeit und Kontrast verändert wurden.
Kann man das nur "Testen" oder gibt es eine Möglichkeit das Einheitlich zu gestalten?

PS: Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mich mit den unterschiedlichen Farbprofilen noch nicht beschäftigt habe.
Also welches da der Standard ist, weiß ich nicht.
Grundsätzlich wäre wichtig zu wissen für was du bearbeiten mußt, Print oder Web und was die/der Auftrageber haben will?
Gibts Ausgabeprofile? Wenn ja, kannst du in Photshop proofen und die Geschichte schon mal visuell am Monitor abmustern.
RGB oder CMYK Workflow? Im fotografischen Bereich hat sich AdobeRGB in der Bearbeitung als Standard atabliert, wobei ProPhotoRGB oder ECIRGB auch nicht verkehrt sind. Wenn du nur Jpegs geliefert bekommst, dürfte in der Regel
bereits ein sRGB Profil angehängt sein und dann kannst du sRGB als Arbeitsfarbraum einstellen. Bei Raw ist es egal da Raws das Profil erst angehängt bekommen. Da kannst du dann AdobeRGB oder o. g. Farbräume als Arbeitsfarbraum verwenden.

Gruß
Stefan

Geändert von Stefan° (20-05-2009 um 22:22 Uhr)
Stefan° ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21-05-2009, 09:26   #12 (permalink)
bat
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Zitat:
Zitat von Ahrsib Beitrag anzeigen
[OT] Nichts macht Sinn, Sinn kann man nicht machen.
Es kann etwas sinnvoll sein oder einen Sinn haben,
aber machen kann man ihn nicht.
http://www.nichts-macht-sinn.de/

Ahrsib
... [/OT]
sorry, wenn ich jetzt sehr offtopic werde, aber das möchte ich loswerden:
Sprache verändert sich, genauso wie sich Gesellschaft verändert, und das ist auch gut so, denn wenn dem nicht so wäre, würden wir noch Mittelhochdeutsch, oder noch viel schlimmer, Althochdeutsch sprechen und unserem Landesfürsten Lehenstreue schulden.
Es ist auch ganz normal, dass sich Sprachen gegenseitig beinflussen, und Worte und Satzkonstruktionen irgendwann in den ganz normalen Sprachgebrauch übergehen. Ich denke, dass niemand ein Problem damit hat wenn ich Pissoir statt Pinkelbecken oder Teint statt Hautfarbe verwende, was beides Lehenswörter aus dem französischen sind. Es gab übrigens im 17. Jahrhundert die fruchtbringende Gesellschaft, deren Ziel die Reinhaltung der deutschen Sprache war, und sich entschieden gegen den zur damilgen Zeit wachsenden Einfluss des Französischen auf das Deutsche verwahrte.
Sicher, ich bin auch kein Fan (wieder so ein Ding) davon, meine Sätze mit so vielen Anglizismen voll zu packen wie nur möglich, um möglichst hip zu wirken, aber ich denke eine gewisses Mass an Akzeptanz kann nicht schaden. Darüber hinaus dient Sprache ja der Kommunikation, und ist nicht Selbstzweck, und ich denke mal das mit "Das macht Sinn" jeder weiss was der Betreffende sagen wollte, und somit ist der Zweck ja erfüllt.

grüße

bat

p.s. it's all just a little bit of history repeating

p.p.s. Werden eigentlich vom Konjunkturpaket Autobahnen gebaut?
__________________
Ich hab's allen gezeigt, und keiner hat's gesehen.
bat ist offline   Mit Zitat antworten
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