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Alt 02-02-2004, 15:13   #1 (permalink)
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Angry Ein frustrierter Director-User

Ich habe ein Problem, das möglicherweise andere auch haben...
Ich bin seit 10 Jahren ungefähr Director-User und habe sehr ausgefeilte objektorientierte Lingo-Fähigkeiten und bin auch was andere Autoren- und Programmierumgebungen wie 3D-Animationen oder z.B. C++, JavaScript etc. nicht auf den Kopf gefallen. Große und komplizierte CD-ROM Produktionen stehen in meinem Portfolio.

Seit 2 Jahren arbeite ich mit Flash 5 ...
FALSCH, gelogen ... ich versuche es und scheitere regelmäßig und immer wieder.

Ich komme einfach nicht hinter die komplexe Arbeitsweise (oder ist sie zu einfach?), die sich gewaltig von Director unterscheidet.
Grade gegenwärtig schraube ich wieder an einer Website rum (einfachstes Navigationskonzept!!) - seit 2 Wochen ohne brauchbares Resultat.
Als Shockwave-Version aus Director wäre das eine Angelegenheit eines Nachmittags gewesen.

Aufzuzählen, wo ich überall anecke, wäre ein Roman...
Es geht schon mit dem Import externer Grafiken los, der in meinen Augen völlig unzuverlässig funktioniert.
Standgenauigkeit ist ein Fremdwort dabei... wie völlig anders bei Director!.
Das Zeichenprogramm ist mir ein Rätsel im Vergleich zu den gängigen Tools wie Illustrator oder Freehand... ich kann nicht mal ein vernünftiges gleichseitiges Dreieck zeichen z.B.

Wenns ans Programmieren geht, hört alles auf. Ich habe selten eine so unübersichtliche und schwer zugängliche Codierung gesehen wie dieses Sch... Actionscript, ehrlich! Mit Lingo hingegen komm ich an alles ran, was ich auf der Bühne habe ... nicht so mit Actionscript, oder ich bin zu blöd. Ich vermisse zahllose Funktionen im Sprachumfang... andere wiederum sind mir komplett unerklärlich, wieso die da sind.
Oder manches Verhalten ist seltsam: Kann mir einer mal sagen, wieso bei "previousFrame" oder "nextframe" gestoppt wird, und ich extra das Playen dort wieder anschmeißen muss?

und so weiter .... vieles, vieles, was mir Schmerzen verursacht.

Gehts anderen DirectorUsern auch so, dass sie sich total bekloppt und unfähig vorkommen mit Flash?

Ich kann jedenfalls bis heute nach 2 Jahren nix Gescheites zustande bringen damit und es ist mir ein großes Rätsel, wie eine ganze fröhliche Gemeinde damit offensichtlich produktiv arbeiten kann.

HILFE
burattino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-02-2004, 18:56   #2 (permalink)
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Ehrlich gesagt ging's mir genau andersrum. Hab mit Director/Lingo angefangen und dadurch fiel mir Flash/AS nach ein wenig Forum mitlesen eigentlich leicht. Ich glaub umgekehrt ist's schwieriger weil Lingo einfach "ein Monster" ist, wenn auch ein liebes *g*. Actionscript finde ich begrenzter vom Umfang her, aber strukturierter. Vielleicht vergleichst du es besser mit Javascript oder anderen webbasierten Scriptsprachen als mit Lingo.

Letztlich sind es aber von der Grundauslegung her zwei völlig verschiedene Programme und man sollte sie nicht vergleichen - auch wenn der Laie meint, eins wäre der Bruder vom anderen nur weil es in beiden sowas wie eine Zeitleiste/Drehbuch gibt.
Von daher: Manches ist mit Director besser möglich, manches mit Flash. Ein Beispiel von vielen: Imaging Lingo (Director) und verschachtelte Moveiclips und deren Steuerung (Flash).
Insofern hat jedes Programm seine Einsatzgebiete und eigentlich arbeite ich mit beiden gleich gerne.

Und wenn du in Flash konkrete Probleme hast, wird dir hier sicher geholfen ... wenn es nicht schon die Suchfunktion oder das Tut-Board tut.

Gruß
Rena
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Alt 02-02-2004, 20:51   #3 (permalink)
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die verschachtelte struktur der movieclips ist es glaube ich, was mir am meisten probleme bereitet bei Flash

Es ist SO ÜBERHAUPT NICHT INTUITIV, weißt du..

in javascript habe ich eine hierarchie mit klar definierten objekten wie window, document bis hinunter zu den HTML-Elementen

In Director gibt es Objekttypen, die ihren Zweck haben und jeweils ihren Namen verdienen, und vor allem in von mir aus "monster"mäßiger Fülle ´von lingo aus in allen Eigenschaften zugänglich sind.

was bitte bedeutet ein "frame"in einem "movieclip", den ich nur erstelle, damit mein ärmliches actionscript etwas darüber erfahren oder etwas daran ändern kann, wie zum beispiel ein inaktiver zustand auf "frame" 5 einer ursprünglichen "schaltfläche", die ich als "movieclip" aktiviere, um überhaupt die möglichkeit zu haben, einen gotoandstop auf diesen frame auszuüben...(was ist "stop" und "goto" bei einem button?)

sorry, das ist doch konzeptioneller bullshit, das haben wir eigentlich immer als "workaround" bezeichnet.
Und für mich stellt sich die arbeit mit flash als nichts anderes als permanenter workaround dar, weil die verMcDonaldisierte Objektstruktur eigentlich nur ein Objekt kennt - clips!

Ich bin nicht in der Lage, ein Projekt gescheit zu planen und vorab zu strukturieren... mein Problem, ich weiß! Ständig stehe ich vor der Aufgabe, bei einer Anforderung, die sich ergibt oder die ich nicht bedacht habe, um das, was ich bereits habe, wieder einen bescheuerten "Movieclip" zu bauen, um überhaupt Zugang zu haben auf das bisher erreichte.

bei meinem bescheidenen schon erwähnten Projekt, arbeite ich auf diese Weise seit 2 Wochen von innen nach außen, ohne vorher zu wissen, wo und was innen ist.

Es macht mich krank, diese Denkweise.

WARUM GIBT ES NICHT EINEN SCHLANKEN ÜBERALL VERFÜGBAREN SHOCKWAVE-PLUG-IN

Die Welt wäre einfacher, bunter und vor allem von klareren Objekten belebt.
burattino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-02-2004, 21:09   #4 (permalink)
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Zitat:
Geschrieben von burattino
die verschachtelte struktur der movieclips ist es glaube ich, was mir am meisten probleme bereitet bei Flash
Steuerung zwischen Hauptzeitleiste (auch Szenen), Movieclips und Stufen
Eigentlich ganz easy ... Hauptstraße, Nebenstraße, Seitenweg der Nebenstraße.

Ich denke aber, FlashMX wird dir mehr gefallen.

Anstatt _auf_ dem Movieclip
ActionScript:
  1. onClipEvent(enterFrame){
  2. this._x +=2;
  3. }
in der hauptzeitleiste
ActionScript:
  1. instanznamedesMovieclips.onEnterFrame=function(){
  2. this._x+=2;
  3. }
Eben vergleichbar mit
Code:
on enterFrame me
sprite(x).locH=sprite(x).locH+2
end
Nur dass eben sogar Instanzen innerhalb des Movieclips direct angesprochen werden können
ActionScript:
  1. instanznamedesMovie.onEnterFrame=function(){
  2. this.clipderinmirliegt._x+=2;
  3. }
Oder direkt
ActionScript:
  1. instanznamedesMovie.clipderinmirliegt.onEnterFrame=function(){
  2. this._x+=2;
  3. }
Vergleichbar mit tellsprite aber weißt ja selbst dessen "Beschränkungen" wenn da wiederum was zu steurerndes drinliegt ... da ist mir das Prinzip von AS schon lieber.

Mein Tipp: lös dich komplett vom Directordenken beim Sripten mit Actionscript. Syntax (Punktsyntax) und manche Strukturen (Schleifen, Bedingungen etc.) sind ähnlich, wenn nicht sogar sauberer (Unterschied zwischen Zuweisungs- und Vergleichsoperator z.B.), der Rest ist halt "was anderes". Wie gesagt -> zwei Programme.

Was meinst, wie Programmierer "echter" Programmiersprachen über Lingo UND Actionscript schimpfen.

Gruß
Rena

PS: Bei einem schlanken Schockwaveplugin würd ich auh nicht "schreiend davonlaufen" im Gegenteil.
Aber weißt ja, was Schockwave bietet .... bring mal das in einem Plugin unter.
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rena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-02-2004, 22:21   #5 (permalink)
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Ich danke Dir, rena!

was die "echten" Programmierer angeht, war (bin) ja lange Zeit selbst einer (C++).
Es geht mir nicht um die Syntax, finde puristische Diskussionen hierzu ziemlich abgehoben und überflüssig und habe z.B. überhaupt nix gegen lockere lose Typendeklarationen und kann sogar mit einer Nichtunterscheidbarkeit von Zuweisung und Vergleich gut leben...

... solange sich mit der Syntax auch was beschreiben lässt, was tatsächlich da ist.

Aber was sind, wie Du selbst sagst wie Neben- und NebenNebenstraßen ineinanderverwurstelte "Filmsequenzen". in denen es "Zeitleisten" gibt, und wo die meiste Zeit sich nix bewegt, es wird bevorzugt gestoppt.

In Director war und ist der überflüssigste und unsinnigste Befehl überhaupt "pause", weil so wie ich dort programmiere, ich ständig auf den sich bewegenden "Abspielkopf" baue, so gut wie alles, was ich tue in SpriteBehaviours und MovieScripts, von Objekten gesteuert wird, die erstens etwas beschreiben, was jeweils den Namen verdient (Bitmaps, Texte, Videos, etc. etc. und selbstgebastelte Objekte daraus) und ausschließlich von enterframe-Events getriggert wird.

Egal, ich komm einfach nicht mit diesen Einheitsobjekten klar in Flash.

Es ist so, als ob ich zum Hämmern, Bohren, Sägen und Anstreichen ein und dasselbe Einheitswerkzeug verwenden würde.

Ich kapier nicht, was ein Clip ist!
burattino ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02-02-2004, 23:04   #6 (permalink)
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Ein Clip ist jemand, der in deinem Hausflur ständig hin- und herspringt. Dein Flur bewegt sich deshalb trotzdem nicht von der Stelle.
Der Vorteil von AS ist, dass du diesen "jemand" direkt steuern kannst.

Filmschleifen in Director kennst du ja. Stell dir vor, du könntest Filmschleifen problemlos per Lingo starten und anhalten. Und unabhängig davon Filmschleifen, die wiederum in diesen Filmschleifen liegen oder Filmschleifen, die in Filmschleifen liegen, die in Filmschleifen liegen. Mit Director ist das furchtbar kompliziert aber mit AS mittels der Pfadangaben einfach. Das ist das Prinzip der Movieclips - siehe o.g. Tut.
Und insofern läßt sich alles steuern, was in diesem Moment da ist, und zwar problemloser als in Director.

Gruß
Rena

PS: Hab "pause" in meinem Leben glaub nicht benutzt. Oder meinst du so was wie "go the frame"? (me -> gestartet mit Dir6)
Wie auch immer ... auch Directoranwendungen lassen sich in einem Frame programmieren und in dem Fall braucht man auch Abhängigkeiten voneinander (Spriteeigenschaften, Variablen etc).
Ich versteh glaub echt nicht, wo dein grundsätzliches Problem ist außer vielleicht eben, dass es eine andere Sprache ist, die sich nicht mit Lingo vergleichen läßt, abgesehen von diversen Syntaxparallelen, und man eben einiges neu lernen muß.
Bitte betätige nicht das Webworkervorurteil, dass Direcorentwickler auf ihr Programm eingefahrene Fossilien sind. Sind sie nämlich nicht, würd sonst mein "Weltbild" zerstören.

Edit: Das Triggern in enterFrames ist das, was ich meinte, dass dir die MX-Syntax eher zusagen wird. Dort kannst du ebenfalls fast alles auf der Hauptzeitleiste (vergleiche: Verhaltenkanal) erledigen.
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rena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05-02-2004, 15:16   #7 (permalink)
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Beiträge: 42
*g

das problem hatte ich auch mal. "aufgewachsen" mit director, habe ich dann "wohl oder übel" mal mit flash beginnen müssen.
der anfang war richtig ätzend, wobei das im nachhinein betrachtet nur an der verschachtelung lag. wenn man die mal kapiert hat, läufts...
allerings dürfte das problem doch gar nicht so rießig sein, wenn du javascript beerrschst, oder? die DOM-Syntax ist der pfadangabe bei flash doch ähnlich:

document. form.textfield
_root.movieclip.textield

der unterschied ist nur, dass du im DOM vom der document-level ausgehst und in flash eben auch relative pfade benutzen kannst (_parent)

ich hab mir mal ein diagramm gezeichnet mit verschachtelten mc und bin dann den pfad von einem mc zum anderen so lange aufm papier abgefahren, bis ichs gerafft habe, wann z.B. _parent und v.a. wie oft benutzt wird.

und um ehrlichzu sein, wünsche ich mir manchmal, dass director auch verschachtelbar wäre. das birgt unglaubliche vorteile...


durchhaltegrüße
void
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